Skoliosetherapie nach Schroth

links: Skoliose v.a. im Bereich der Brustwirbelsäule

Skoliose: Symptome, Ursachen und Behandlung

Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, bei der sich die Wirbelsäule zusätzlich um ihre eigene Achse drehen kann. Statt einer geraden Linie bildet sie eine C- oder S-förmige Krümmung. Die Ausprägung kann von einer leichten Fehlstellung bis zu einer stärker sichtbaren Wirbelsäulenverformung reichen.

Eine Skoliose tritt häufig im Kindes- und Jugendalter während des Wachstums auf, kann aber auch im Erwachsenenalter entstehen, zum Beispiel durch Verschleiß der Wirbelsäule.

Skoliose Therapie: Warum eine frühe Diagnose wichtig ist

Eine frühzeitige Skoliose Therapie kann helfen, das Fortschreiten der Wirbelsäulenverkrümmung zu verhindern oder deutlich zu verlangsamen. Besonders während der Wachstumsphase ist eine regelmäßige orthopädische Untersuchung sinnvoll.

Wenn eine Skoliose rechtzeitig erkannt wird, können konservative Behandlungsmethoden wie Physiotherapie oder Korsetttherapie oft sehr gute Ergebnisse erzielen.

Skoliose Symptome

Die Skoliose Symptome können je nach Stärke der Wirbelsäulenkrümmung unterschiedlich sein. Häufig fällt Skoliose zunächst durch Veränderungen der Körperhaltung auf.

Typische Anzeichen einer Skoliose sind:

    • unterschiedlich hohe Schultern
    • ein hervorstehendes Schulterblatt
    • ein schief stehendes Becken
    • eine sichtbare Krümmung der Wirbelsäule
    • eine einseitige Wölbung der Rippen beim Vorbeugen
    • Rückenschmerzen oder Muskelverspannungen

Gerade bei Kindern und Jugendlichen bleibt eine Skoliose oft lange unbemerkt, da sie zunächst kaum Beschwerden verursacht. Deshalb ist eine frühzeitige Untersuchung der Wirbelsäule besonders wichtig.

Ursachen einer Skoliose

In den meisten Fällen handelt es sich um eine sogenannte idiopathische Skoliose. Das bedeutet, dass keine eindeutige Ursache festgestellt werden kann. Diese Form tritt vor allem während der Wachstumsphase auf.

Weitere mögliche Ursachen können sein:

    • angeborene Fehlbildungen der Wirbelsäule
    • neuromuskuläre Erkrankungen
    • Verschleißveränderungen der Wirbelsäule im Erwachsenenalter
    • Verletzungen oder Operationen an der Wirbelsäule

Skoliose Behandlung

Die Skoliose Behandlung richtet sich nach mehreren Faktoren, darunter:

    • Alter der Patientin oder des Patienten
    • Stärke der Wirbelsäulenkrümmung
    • Fortschreiten der Skoliose
    • Beschwerden im Alltag

Mögliche Behandlungsformen sind:

    1. Beobachtung und regelmäßige Kontrollen
      Bei leichten Formen wird die Wirbelsäule regelmäßig kontrolliert, um eine Verschlechterung frühzeitig zu erkennen.
    2. Physiotherapie und gezielte Übungen
      Spezielle Übungen können helfen, Muskulatur zu stärken, Haltung zu verbessern und Beschwerden zu reduzieren.
    3. Korsettbehandlung
      Bei Kindern und Jugendlichen mit wachsender Wirbelsäule kann ein orthopädisches Korsett das Fortschreiten der Skoliose verlangsamen.
    4. Operation
      Bei starken Krümmungen oder zunehmenden Beschwerden kann eine operative Korrektur der Wirbelsäule notwendig sein.